Reise | USA Ostküste  •  Newport  •  Boston

Das Frühstück gibt es diesmal direkt auf dem Zimmer. Frische, noch warme Apfel-Zimt-Croissants und Joghurt mit frischen Früchten. Damit der König (in diesem Fall wir) nicht gestört wird, steht es auf einem Tablet vor der Tür. Im Zimmer ist ein Kühlschrank, in dem sich Orangensaft (organic), frische Milch und Wasser befinden. Auf dem Kühlschrank steht eine Kapselmaschine. So ein Frühstück hatten wir auch noch nicht. Ist aber alles sehr lecker und ziemlich müllfrei.

So gestärkt beladen wir das Auto (leider immer noch mit Dach) und fahren direkt zum ersten „Ferienhaus“. Diese sogenannten Mansions wurden Anfang des letzten Jahrhunderts zu mehreren hundert von reichen Familien gebaut. Heute sind noch 70 davon übrig, zum Teil im Besitz einer Stiftung und können besichtigt werden. Wir wollen uns „The Breakers“ ansehen. Angeblich das größte, schönste und leider auch am meisten besuchte Landhaus. Auf der gegenüberliegenden Seite des Sommersitzes befindet sich der Parkplatz. Kostenlos, fängt ja gut an. Weniger gefällt uns die Anzahl der Busse, die hier stehen. Als Tip im Reiseführer haben wir (Schatzi) gelesen:

Stehen vor der Kasse von „The Breakers“ viele Menschen, gehen sie einfach zum nächsten Sommerhaus. Hier sind bestimmt nicht so viele Menschen.

Wir sind die einzigen beim Ticketkauf. Der frühe Vogel…. Leider haben alle Reisenden in den Bussen bereits Eintrittskarten. Egal, Haus sieht so groß aus, dass es sich bestimmt verläuft.

Der Eintritt beläuft sich auf $42 für zwei Personen. Nicht gerade preiswert, wir hoffen, es ist das Geld wert. Am Eingang gibt es erst einmal die Audio-Guides (auch auf Deutsch). Die Eingangshalle ist riesig (wenn ich riesig schreibe, so meine ich auch riesig).

Newport / The Breakers | Die zwei Stockwerk hohe Eingangshalle

Viele Menschen sind es wirklich, verläuft sich aber einigermaßen. Fotos ohne Menschen werde ich hier kaum hinbekommen. Stört mich jetzt aber auch nicht, so ist wenigstens dokumentiert, dass es wirklich voll war (trotz des Vogels).

Newport / The Breakers | Die Bibliothek

Um den Besuch nicht ausschweifen zu lassen, hier die Kurzform: (wer an Daten und Fakten nicht interessiert ist, kann ja beim nächsten Absatz weiterlesen.)

Erbaut von 1893-1895 für sieben Millionen Dollar (entspricht ca. 200 Millionen Dollar nach heutigem Wert) von Cornelius Vanderbilt II (Eisenbahnmagnat). Das Grundstück ist 5,25 Hektar groß, das Haus ist 76 Meter lang und 46 Meter breit und besitzt 70 Räume, von denen 33 für das Personal waren. Innen der reinste Protz: Mamor, Kalkstein, Granit, Stuck, Vergoldungen und Verplatinungen. Wer es schön findet.

Nach ca. 90 Minuten sind wir durch und haben auch genug gesehen. Alle anderen Häuser schenken wir uns. Sind bestimmt auch nicht anders (ist wahrscheinlich wie bei Barock-Schlössern: Kennste eines, kennste alle). Vor allem sind wir so reizüberflutet, dass wir ein weiteres Haus auch nicht hätten würdigen können. Obwohl wir so ganz sicher nicht wohnen wollen würden, war der Einblick in das Leben der Upper-Class mindestens sehr interessant. Jetzt geht es weiter mit dem Auto Richtung Boston.

Newport / The Breakers | Gartenseite des Herrenhauses

Als erstes fahren wir nach Tiverton zum Break Water Point. Kurz vor dem Ziel entdecke ich eine Kaffeerösterei. Schnell das Pferd gewendet und am Straßenrand angebunden. Zwei Kaffee und Cookies bestellt und in der Sonne genossen.

Tiverton | Leckerer Kaffee bei den Coastal Roasters

Nach dieser kurzen Pause geht es zum ersten Ziel. Am Aussichtspunkt mache ich einige Fotos. Von hier fahren wir nach Adamsville um dem ältesten Kramladen des Landes einen Besuch abzustatten. Leider hat der Reiseführer hier veraltetet Informationen. Seit gestern ist er für diese Saison geschlossen.

Westport | Gray’s, ältester Kramladen des Landes. Gegründet 1788

Anschließend geht es nach Cape Code. Auf dem Weg halten wir an zwei Autovermietungen, um evtl. unser Auto gegen eines ohne Dach einzutauschen. Beide haben nur Wagen mit Dach, sehen sich auch außerstande, den von uns gesuchten Wagen ausfindig zu machen, mit der Begründung:

Wir können keine anderen Stationen anrufen, es nimmt eh keiner ab.

Die letzte Station verlassen wir mit dem Hinweis, es in Boston am Flughafen zu versuchen. Die Station sei größer, als die am JFK. Mit dieser Info machen wir am Cape Code unser Picknick, bevor es dann zum Logan-Airport geht. Dies soll dann auch der letzte Versuch sein. Viel Hoffnung unseren orangenen Flitzer gegen ein Cabrio zu tauschen haben wir beide nicht, da uns die Dame an der letzten Station auch sagte, dass die Cabrio-Saison vorbei ist und die Wagen zurück zum Hersteller gehen.

Am Flughafen fahren wir direkt zur Autoabgabe. Hinter uns fährt ein schwarzer Mustang ohne Dach. Leider gibt er den Wagen nicht bei Budget ab. Schatzi geht zum Ausgabeschalter und ist eine Stunde nicht mehr zu sehen. Ich stehe und warte und sehe einen schwarzen Mustang ohne Dach zum „Exchange-Platz“ fahren. Schatzi kommt auch schon mit einem Lächeln angelaufen. Es wurde gerade einer abgeben und noch schnell gewaschen. Wir haben jetzt ein Pferd ohne Dach. Super.

Freudig geht es jetzt direkt zum Hotel. Das Wetter soll auch besser werden. Was soll ich noch schreiben? Wenn Schatzi etwas möchte, dann klappt es auch meistens.

Morgen werden wir dann Boston unsicher machen. Das Programm liest sich nach Beschäftigung für drei Tage. Naja, wir haben ja Zeit.

Wir, das sind Jeannette & Dirk, leben und arbeiten in Berlin. Wir reisen gerne und halten dies auch im Foto fest. In diesem Blog möchten wir euch an unseren Reisen teilhaben lassen. Wir sind keine Backpacker, sondern lieben es in schönen Hotels und Pensionen zu wohnen.

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Das Frühstück gibt es diesmal direkt auf dem Zimmer. Frische, noch warme Apfel-Zimt-Croissants und Joghurt mit frischen Früchten. Damit der König (in diesem Fall wir) nicht gestört wird, steht es auf einem Tablet vor der Tür. Im Zimmer ist ein Kühlschrank, in dem sich Orangensaft (organic), frische Milch und Wasser befinden. Auf dem Kühlschrank steht eine Kapselmaschine. So ein Frühstück hatten wir auch noch nicht. Ist aber alles sehr lecker und ziemlich müllfrei.

So gestärkt beladen wir das Auto (leider immer noch mit Dach) und fahren direkt zum ersten „Ferienhaus“. Diese sogenannten Mansions wurden Anfang des letzten Jahrhunderts zu mehreren hundert von reichen Familien gebaut. Heute sind noch 70 davon übrig, zum Teil im Besitz einer Stiftung und können besichtigt werden. Wir wollen uns „The Breakers“ ansehen. Angeblich das größte, schönste und leider auch am meisten besuchte Landhaus. Auf der gegenüberliegenden Seite des Sommersitzes befindet sich der Parkplatz. Kostenlos, fängt ja gut an. Weniger gefällt uns die Anzahl der Busse, die hier stehen. Als Tip im Reiseführer haben wir (Schatzi) gelesen:

Stehen vor der Kasse von „The Breakers“ viele Menschen, gehen sie einfach zum nächsten Sommerhaus. Hier sind bestimmt nicht so viele Menschen.

Wir sind die einzigen beim Ticketkauf. Der frühe Vogel…. Leider haben alle Reisenden in den Bussen bereits Eintrittskarten. Egal, Haus sieht so groß aus, dass es sich bestimmt verläuft.

Der Eintritt beläuft sich auf $42 für zwei Personen. Nicht gerade preiswert, wir hoffen, es ist das Geld wert. Am Eingang gibt es erst einmal die Audio-Guides (auch auf Deutsch). Die Eingangshalle ist riesig (wenn ich riesig schreibe, so meine ich auch riesig).

Newport / The Breakers | Die zwei Stockwerk hohe Eingangshalle

Viele Menschen sind es wirklich, verläuft sich aber einigermaßen. Fotos ohne Menschen werde ich hier kaum hinbekommen. Stört mich jetzt aber auch nicht, so ist wenigstens dokumentiert, dass es wirklich voll war (trotz des Vogels).

Newport / The Breakers | Die Bibliothek

Um den Besuch nicht ausschweifen zu lassen, hier die Kurzform: (wer an Daten und Fakten nicht interessiert ist, kann ja beim nächsten Absatz weiterlesen.)

Erbaut von 1893-1895 für sieben Millionen Dollar (entspricht ca. 200 Millionen Dollar nach heutigem Wert) von Cornelius Vanderbilt II (Eisenbahnmagnat). Das Grundstück ist 5,25 Hektar groß, das Haus ist 76 Meter lang und 46 Meter breit und besitzt 70 Räume, von denen 33 für das Personal waren. Innen der reinste Protz: Mamor, Kalkstein, Granit, Stuck, Vergoldungen und Verplatinungen. Wer es schön findet.

Nach ca. 90 Minuten sind wir durch und haben auch genug gesehen. Alle anderen Häuser schenken wir uns. Sind bestimmt auch nicht anders (ist wahrscheinlich wie bei Barock-Schlössern: Kennste eines, kennste alle). Vor allem sind wir so reizüberflutet, dass wir ein weiteres Haus auch nicht hätten würdigen können. Obwohl wir so ganz sicher nicht wohnen wollen würden, war der Einblick in das Leben der Upper-Class mindestens sehr interessant. Jetzt geht es weiter mit dem Auto Richtung Boston.

Newport / The Breakers | Gartenseite des Herrenhauses

Als erstes fahren wir nach Tiverton zum Break Water Point. Kurz vor dem Ziel entdecke ich eine Kaffeerösterei. Schnell das Pferd gewendet und am Straßenrand angebunden. Zwei Kaffee und Cookies bestellt und in der Sonne genossen.

Tiverton | Leckerer Kaffee bei den Coastal Roasters

Nach dieser kurzen Pause geht es zum ersten Ziel. Am Aussichtspunkt mache ich einige Fotos. Von hier fahren wir nach Adamsville um dem ältesten Kramladen des Landes einen Besuch abzustatten. Leider hat der Reiseführer hier veraltetet Informationen. Seit gestern ist er für diese Saison geschlossen.

Westport | Gray’s, ältester Kramladen des Landes. Gegründet 1788

Anschließend geht es nach Cape Code. Auf dem Weg halten wir an zwei Autovermietungen, um evtl. unser Auto gegen eines ohne Dach einzutauschen. Beide haben nur Wagen mit Dach, sehen sich auch außerstande, den von uns gesuchten Wagen ausfindig zu machen, mit der Begründung:

Wir können keine anderen Stationen anrufen, es nimmt eh keiner ab.

Die letzte Station verlassen wir mit dem Hinweis, es in Boston am Flughafen zu versuchen. Die Station sei größer, als die am JFK. Mit dieser Info machen wir am Cape Code unser Picknick, bevor es dann zum Logan-Airport geht. Dies soll dann auch der letzte Versuch sein. Viel Hoffnung unseren orangenen Flitzer gegen ein Cabrio zu tauschen haben wir beide nicht, da uns die Dame an der letzten Station auch sagte, dass die Cabrio-Saison vorbei ist und die Wagen zurück zum Hersteller gehen.

Am Flughafen fahren wir direkt zur Autoabgabe. Hinter uns fährt ein schwarzer Mustang ohne Dach. Leider gibt er den Wagen nicht bei Budget ab. Schatzi geht zum Ausgabeschalter und ist eine Stunde nicht mehr zu sehen. Ich stehe und warte und sehe einen schwarzen Mustang ohne Dach zum „Exchange-Platz“ fahren. Schatzi kommt auch schon mit einem Lächeln angelaufen. Es wurde gerade einer abgeben und noch schnell gewaschen. Wir haben jetzt ein Pferd ohne Dach. Super.

Freudig geht es jetzt direkt zum Hotel. Das Wetter soll auch besser werden. Was soll ich noch schreiben? Wenn Schatzi etwas möchte, dann klappt es auch meistens.

Morgen werden wir dann Boston unsicher machen. Das Programm liest sich nach Beschäftigung für drei Tage. Naja, wir haben ja Zeit.