Der heutige Tag beginnt äußerst entspannt. Unser erster Termin ist erst um 10:00 Uhr. Wir wollen den „Upper Antilope Canyon“ besuchen. Die Fototour hat Jeannette bereits in Berlin gebucht. Damit wir beide teilnehmen können, haben wir extra meine „alte“ DSLR und ein ausgeliehenes Stativ mitgenommen. Voraussetzung für die Teilnahme ist eben diese Ausrüstung. Die Beschreibung der Anfahrt ist genauso spannend, wie die zum Park Office:

Location: highway 98 mile marker 302, 6 miles east of Page, AZ

Da wir durch die guten Wegbeschreibungen im Fährtenlesen inzwischen geübt sind, übersetzen wir die Beschreibung mit:

Auf dem Highway 98 E Page verlassen und am Meilenstein 302 abfahren.

Auf Anhieb gefunden. Super, dann kann es ja losgehen. Noch schnell $176 für die Tour bezahlt und dann heißt es warten, dass es losgeht.

Upper Antilope Canyon | Anmeldung zur Fototour

Um 10:00 Uhr werden alle Wartenden auf die Autos verteilt. Es sieht gut aus, sechs Fotografen und ca. 20 weitere Mitreisende.

Die Fahrt zum Canyon dauert ca. 20 Minuten (Offroad). Als wir ankommen der Schock: Ca. 10 weitere Autos stehen bereits vor dem Canyon. Im Canyon selber ist es voll wie der Parkplatz erwarten ließ. Bei mir setzt erst einmal Ernüchterung ein. Unser Guide (Nate) scheucht uns durch den Canyon. Guckst Du hier, guckst Du da, mache dieses Foto, mache jenes Foto. Sechs Fotografen drängeln sich an der Wand, alle mit Rucksäcken und Stativ. An das Aufstellen des Stativs ist kaum zu denken, da der Canyon doch ziemlich eng ist. Zwischendurch kommen immer wieder Gruppen vorbei, die unbedingt durchgelassen werden wollen. So habe ich mir das nicht vorgestellt.

Plötzlich ruft Nate, wir sollen schnell mit ihm kommen. Die Wolken haben sich etwas verzogen und der erste Beam ist sichtbar. Also eilen wir ihm nach. Er stellt uns mitten im Canyon in einer Line auf, so dass keine weiteren Besucher durchkommen, er selbst sperrt die andere Seite ab. Nachdem wir uns alle plaziert und die Stative aufgestellt haben, bekommen wir von Ihm zwei Minuten Zeit, den Beam zu fotografieren. So kann es also auch gehen. Super. Nachdem die Zeit abgelaufen ist, fragt er ob alle den Beam im Kasten haben. Als alle das Okay geben, lässt er die anderen Besucher passieren.

Upper Antilope Canyon | The Dragon’s Eye

Langsam leert sich der Canyon, Nate sperrt immer wieder für uns den Canyon und wir bekommen gute Fotos (jedenfalls die Gelegenheit, welche zu machen). So spröde ich Nate am Anfang empfunden habe, im Laufe der Tour wird er immer aufgeschlossener. Es scheint so, als hätte er auch Spaß daran. Nach zwei Stunden im Canyon (normal sind 1,5 Stunden), fahren wir völlig ermattet zurück zum Parkplatz.

Wir verabschieden uns von allen, Nate bekommt ordentlich Tip und wir fahren zum Hotel. Um die Beams im Canyon sichtbar zu machen, hat unser Guide ordentlich Sand in die Luft geworfen. Dementsprechend sehen wir und unsere Kameras aus. Da es bei der Fototour auch geregnet hat, ist der feine Sand in Klumpen an uns, Schuhen und Kameras hängengeblieben.

Nach dem Duschen, Reinigen der Kameras und Stative machen wir uns zum zweiten Highlight dieses Tages auf: Dem Glen Dam.

Die Einlasskontrollen für die Tour sind denen eines Flughafens ebenbürtig. Ist aber Okay. Safety first. Bevor die Tour beginnt, werden uns noch die Regeln erklärt. Wir dürfen keine Fragen über die Sicherheitsmaßnahmen stellen, aber auch keine Witze darüber machen. Regeln sind Regeln. Hier werden sie auch eingehalten. Jeannette wünschte sich, dass dies bei uns im Land auch so wäre.

Die Tour beginnt auf der Staumauer.

Glen Dam | Staumauer

Hier steht noch ein original Beton-Kasten, mit dem der Dam gegossen wurde. Es wurde vier Jahre lang 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche Beton gegossen, der bei Wüstentemperaturen auch noch gekühlt werden musste. Daneben steht eine alte Turbine, die gerade ausgetauscht wurde. Diese hat 40 Jahre ihren Dienst verrichtet. Die Betreiber hoffen, dass die neue 80 Jahre ihren Dienst versehen kann. Der Glen Dam ist übrigens nur unwesentlich kleiner als der Hover Dam.

Jetzt geht es mit dem Fahrstuhl hinunter in die Generatorenhalle. Diese befindet sich ganz unten im Dam.

Glen Dam | Aufzug in der Staumauer

Hier sehen wir die acht Generatoren, von denen meistens fünf in Betrieb sind, so wie auch heute. Nach dem Ende der Tour fahren wir ins Hotel und legen uns schlafen, da der Wecker morgen um 05:50 klingelt. Es geht zur Rainbowbridge.

Wir, das sind Jeannette & Dirk, leben und arbeiten in Berlin. Wir reisen gerne und halten dies auch im Foto fest. In diesem Blog möchten wir euch an unseren Reisen teilhaben lassen. Wir sind keine Backpacker, sondern lieben es in schönen Hotels und Pensionen zu wohnen.

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Der heutige Tag beginnt äußerst entspannt. Unser erster Termin ist erst um 10:00 Uhr. Wir wollen den „Upper Antilope Canyon“ besuchen. Die Fototour hat Jeannette bereits in Berlin gebucht. Damit wir beide teilnehmen können, haben wir extra meine „alte“ DSLR und ein ausgeliehenes Stativ mitgenommen. Voraussetzung für die Teilnahme ist eben diese Ausrüstung. Die Beschreibung der Anfahrt ist genauso spannend, wie die zum Park Office:

Location: highway 98 mile marker 302, 6 miles east of Page, AZ

Da wir durch die guten Wegbeschreibungen im Fährtenlesen inzwischen geübt sind, übersetzen wir die Beschreibung mit:

Auf dem Highway 98 E Page verlassen und am Meilenstein 302 abfahren.

Auf Anhieb gefunden. Super, dann kann es ja losgehen. Noch schnell $176 für die Tour bezahlt und dann heißt es warten, dass es losgeht.

Upper Antilope Canyon | Anmeldung zur Fototour

Um 10:00 Uhr werden alle Wartenden auf die Autos verteilt. Es sieht gut aus, sechs Fotografen und ca. 20 weitere Mitreisende.

Die Fahrt zum Canyon dauert ca. 20 Minuten (Offroad). Als wir ankommen der Schock: Ca. 10 weitere Autos stehen bereits vor dem Canyon. Im Canyon selber ist es voll wie der Parkplatz erwarten ließ. Bei mir setzt erst einmal Ernüchterung ein. Unser Guide (Nate) scheucht uns durch den Canyon. Guckst Du hier, guckst Du da, mache dieses Foto, mache jenes Foto. Sechs Fotografen drängeln sich an der Wand, alle mit Rucksäcken und Stativ. An das Aufstellen des Stativs ist kaum zu denken, da der Canyon doch ziemlich eng ist. Zwischendurch kommen immer wieder Gruppen vorbei, die unbedingt durchgelassen werden wollen. So habe ich mir das nicht vorgestellt.

Plötzlich ruft Nate, wir sollen schnell mit ihm kommen. Die Wolken haben sich etwas verzogen und der erste Beam ist sichtbar. Also eilen wir ihm nach. Er stellt uns mitten im Canyon in einer Line auf, so dass keine weiteren Besucher durchkommen, er selbst sperrt die andere Seite ab. Nachdem wir uns alle plaziert und die Stative aufgestellt haben, bekommen wir von Ihm zwei Minuten Zeit, den Beam zu fotografieren. So kann es also auch gehen. Super. Nachdem die Zeit abgelaufen ist, fragt er ob alle den Beam im Kasten haben. Als alle das Okay geben, lässt er die anderen Besucher passieren.

Upper Antilope Canyon | The Dragon’s Eye

Langsam leert sich der Canyon, Nate sperrt immer wieder für uns den Canyon und wir bekommen gute Fotos (jedenfalls die Gelegenheit, welche zu machen). So spröde ich Nate am Anfang empfunden habe, im Laufe der Tour wird er immer aufgeschlossener. Es scheint so, als hätte er auch Spaß daran. Nach zwei Stunden im Canyon (normal sind 1,5 Stunden), fahren wir völlig ermattet zurück zum Parkplatz.

Wir verabschieden uns von allen, Nate bekommt ordentlich Tip und wir fahren zum Hotel. Um die Beams im Canyon sichtbar zu machen, hat unser Guide ordentlich Sand in die Luft geworfen. Dementsprechend sehen wir und unsere Kameras aus. Da es bei der Fototour auch geregnet hat, ist der feine Sand in Klumpen an uns, Schuhen und Kameras hängengeblieben.

Nach dem Duschen, Reinigen der Kameras und Stative machen wir uns zum zweiten Highlight dieses Tages auf: Dem Glen Dam.

Die Einlasskontrollen für die Tour sind denen eines Flughafens ebenbürtig. Ist aber Okay. Safety first. Bevor die Tour beginnt, werden uns noch die Regeln erklärt. Wir dürfen keine Fragen über die Sicherheitsmaßnahmen stellen, aber auch keine Witze darüber machen. Regeln sind Regeln. Hier werden sie auch eingehalten. Jeannette wünschte sich, dass dies bei uns im Land auch so wäre.

Die Tour beginnt auf der Staumauer.

Glen Dam | Staumauer

Hier steht noch ein original Beton-Kasten, mit dem der Dam gegossen wurde. Es wurde vier Jahre lang 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche Beton gegossen, der bei Wüstentemperaturen auch noch gekühlt werden musste. Daneben steht eine alte Turbine, die gerade ausgetauscht wurde. Diese hat 40 Jahre ihren Dienst verrichtet. Die Betreiber hoffen, dass die neue 80 Jahre ihren Dienst versehen kann. Der Glen Dam ist übrigens nur unwesentlich kleiner als der Hover Dam.

Jetzt geht es mit dem Fahrstuhl hinunter in die Generatorenhalle. Diese befindet sich ganz unten im Dam.

Glen Dam | Aufzug in der Staumauer

Hier sehen wir die acht Generatoren, von denen meistens fünf in Betrieb sind, so wie auch heute. Nach dem Ende der Tour fahren wir ins Hotel und legen uns schlafen, da der Wecker morgen um 05:50 klingelt. Es geht zur Rainbowbridge.