Der Wecker klingelt um 05:50 Uhr. Wir springen aus dem Bett und machen uns fertig. Wir müssen um 07:00 Uhr an der Lake Powell Marina sein, um unsere heutige Tour zu starten. Im Hotel beginnt das Frühstück aber erst um 06:30 Uhr. Zu spät, um dann noch pünktlich am Hafen zu sein. Also fahren wir in den Supermarkt, kaufen Sandwiches, Kaffee bei Starbucks und fahren zur Marina. Whaweap Marina.

Auf dem Schiff setzen wir uns auf das Oberdeck. Dieses ist zwar offen, das Wetter verspricht aber sonnig und einigermaßen warm zu werden. Außerdem ist hier der bessere Platz, um evtl. ansprechende Fotos zu machen.

Um 07:30 legt das Schiff ab und wir fahren Richtung Rainbowbridge. Zum Glück, habe ich Jeannette noch die Daunenjacke verordnet, bei der Fahrt wird es doch recht frisch. Zum Glück denkt wenigstens immer einer oder eine mit.

Für den Weg haben wir einen Audioguide bekommen, der unterwegs immer interessante Information bereithält (Auch über die Navajo Nation und den grausamen Umgang mit Ihnen durch die Regierung im 19. Jahrhundert, was uns dann doch etwas überrascht).

Auf der Fahrt mache ich gefühlt 500 Bilder von den Bergen. Ich könnte jeden Stein fotografieren, alle sehen so interessant und einmalig aus. Werde aber nach der Reise bestimmt einige Bilder löschen.

Lake Powell | Auf dem Weg zur Rainbowbridge

Früher konnte das Schiff fast bis zur Brücke fahren, heute hält es eine Meile davor. Bei der Dam-Tour haben wir gelernt, dass der Wasserspiegel seit der Eröffnung um 30 Meter gefallen ist und nur noch 45% des einstigen Inhalts vorhanden sind.

Beim Anlegen weist uns die Kapitänin darauf hin, dass wir in 1,5 Stunden wieder an Bord sein müssen, da sich jeder nur diese Zeit hier aufhalten darf. So wollen es die Navajos, da die Rainbowbridge ein Heiligtum der Navajo-Indianer ist. Auch ist das Besteigen und Durchqueren der Brücke sowie das Verlassen der Wege nicht gestattet. Mit diesem Wissen entlässt Sie uns auf den langen Hike.

Wir erreichen die Bridge und sind erst einmal beeindruckt. So groß haben wir sie uns nicht vorgestellt.

Die Passagiere verteilen sich und ich fange an Fotos zu machen. Derweil setzt sich Jeannette an den Rand und betrachtet das Treiben und die Brücke. Als ich fertig bin, gehe ich zu ihr und sehe, dass sie tief beeindruckt ist. An diesem Ort herrscht eine ganz besondere Stimmung. Ich empfinde genauso, auch ich bin tief beeindruckt und überwältigt von diesem Ort. Kein Wunder, das die Navajo-Indianer dies als ein Heiligtum ansehen.

Rainbow Bridge National Monument

Auf dem Rückweg treffen wir einen Ranger. Als wir über das gestrige Wetter reden, erzählt er uns, dass es gestern hier geschneit hat und auf der Brücke der Schnee liegengeblieben ist. Ein besonderer Anblick. Wir verabschieden uns und gehen zurück zum Schiff.

Auf der Rückfahrt halten wir noch an der Dangling Rope Marina. Diese ist nur vom Wasser aus erreichbar.

Lake Powell | Dangling Rope Marina

Kurz vor dem Anlegen, erzählt die Kapitänin, dass das Softeis an der Snackbar weltberühmt ist. Das klingt gut. An der Snackbar muss jetzt die Entscheidung fallen, ob ein oder zwei Eis, Vanille, Schokolade oder Swirl und ob small oder regular. Wir entscheiden uns für je einmal swirl regular für $3.60. Das macht zusammen $5. Scheinbar hat die Verkäuferin beim kleinen Einmaleins nicht so ganz richtig zugehört oder war im Mathematikunterricht ständig Kreide holen. Egal.

Dangling Rope Marina | Jeannette erwartet auf die Herausgabe des Eises

Es ist nicht immer von Vorteil, der/die Erste in der Reihe zu sein. Als unser Eis kommt (regular ist ungefähr 0,5 Liter), sind wir über die Größe doch etwas entsetzt. Ich schaffe mein Eis noch an Land, Jeannette muss ihr Eis mit auf das Schiff nehmen.

Auf der restlichen Fahrt mache ich kaum noch Bilder, da das Schiff jetzt extrem wackelt. Macht aber nichts, ich habe bereits über 650 Fotos gemacht. Konnte mich beim Fotografieren wieder einmal nicht zurückhalten.

Nach dem Anlegen geht es erst mal steil bergauf bis zu unserem Auto. Picknick streichen wir, da wir beide noch pappsatt vom Eis sind. Wir fahren direkt zum Waterhole Canyon, ein weiterer Slot-Canyon, für den wir am ersten Tag die Permits besorgt haben. Auch hier haben wir wieder eine kryptische Beschreibung erhalten: Am Milemarker 442 ist der Parkplatz, falls das Tor zu ist, ist rechts ein Fussgängereingang, dann kurz geradeaus und dann runter zum Canyon, den sie bis zu den Strommasten entlanglaufen dürfen. Wahrscheinlich ist das die alte indianische Tradition des Fährtenlesens.

Auf dem Weg zum Milemarker passieren wir einen Walmart, den wir schon mal für den Rückweg vormerken. Wir wollen ja schließlich noch nach einer Gusseisenpfanne gucken. Den Parkplatz finden wir auch, das Tor ist aber zu, der Eingang daneben sieht aus, wie etwas das wir von Kuhweiden in Südtirol kennen, so schmal und dreieckig. Wir schlängeln uns durch und folgen den Fusspuren. Es geht extrem steil und steinig abwärts, eine ziemliche Kletterpartie. Unten sind wir, wie wir wieder hoch kommen wissen wir noch nicht.

Waterhole Canyon

Wenn wir diesen Canyon als erstes besucht hätten, wären wir ziemlich beeindruckt, so fällt er gegen die beiden Antelope Canyons etwas ab, aber nach der langen Schiffsfahrt tut uns die Bewegung gut und die Wanderung ist doch fordernd. Das letzte Drittel erreicht man nur über eine wacklige Leiter, die ca. 6 m hoch ist. Jeannettes Nerven sind ziemlich angespannt, zumal sie den Weg auch wieder zurück muss.

Waterhole Canyon | Angespannte Jeannette beim Erklimmen der Leiter

Als die Stromleitungen in Sicht kommen, drehen wir um, die Leiter wieder runter und den gleichen Weg zurück, den wir gekommen sind. Inzwischen steht die Sonne etwas tiefer und der Canyon belohnt uns doch noch mit tollen Einblicken. Kurz bevor wir wieder hoch müssen, entdecken wir zwei andere Menschen über uns. Wir fragen, wie sie da hingekommen sind. Einfach den Markierungen in der Form von Stoananen Mandln folgen, lautet die Antwort. Machen wir glatt, damit ist der Aufstieg dann doch um einiges leichter, als der Abstieg. Wir sehen noch ein Wildkaninchen und erreichen wohlbehalten unser Auto.

Auf dem Weg zum Hotel halten wir am Walmart. Sie haben tatsächlich die gesuchte Pfannenmarke, leider nicht die gewünschte Größe. Also erst mal nach Hause und duschen, denn wir fühlen uns extrem sandig und wollen doch heute Abend noch einen Abschiedsburger im Butterfield essen. Der ist auch sehr lecker, wir können nur leider nicht draußen sitzen, da es extrem windig ist. Anschließend fallen wir ins Bett, der Tag war doch recht anstrengend, vor allem müssen wir die Eindrücke von der Rainbowbridge verarbeiten.

Wir, das sind Jeannette & Dirk, leben und arbeiten in Berlin. Wir reisen gerne und halten dies auch im Foto fest. In diesem Blog möchten wir euch an unseren Reisen teilhaben lassen. Wir sind keine Backpacker, sondern lieben es in schönen Hotels und Pensionen zu wohnen.

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Der Wecker klingelt um 05:50 Uhr. Wir springen aus dem Bett und machen uns fertig. Wir müssen um 07:00 Uhr an der Lake Powell Marina sein, um unsere heutige Tour zu starten. Im Hotel beginnt das Frühstück aber erst um 06:30 Uhr. Zu spät, um dann noch pünktlich am Hafen zu sein. Also fahren wir in den Supermarkt, kaufen Sandwiches, Kaffee bei Starbucks und fahren zur Marina. Whaweap Marina.

Auf dem Schiff setzen wir uns auf das Oberdeck. Dieses ist zwar offen, das Wetter verspricht aber sonnig und einigermaßen warm zu werden. Außerdem ist hier der bessere Platz, um evtl. ansprechende Fotos zu machen.

Um 07:30 legt das Schiff ab und wir fahren Richtung Rainbowbridge. Zum Glück, habe ich Jeannette noch die Daunenjacke verordnet, bei der Fahrt wird es doch recht frisch. Zum Glück denkt wenigstens immer einer oder eine mit.

Für den Weg haben wir einen Audioguide bekommen, der unterwegs immer interessante Information bereithält (Auch über die Navajo Nation und den grausamen Umgang mit Ihnen durch die Regierung im 19. Jahrhundert, was uns dann doch etwas überrascht).

Auf der Fahrt mache ich gefühlt 500 Bilder von den Bergen. Ich könnte jeden Stein fotografieren, alle sehen so interessant und einmalig aus. Werde aber nach der Reise bestimmt einige Bilder löschen.

Lake Powell | Auf dem Weg zur Rainbowbridge

Früher konnte das Schiff fast bis zur Brücke fahren, heute hält es eine Meile davor. Bei der Dam-Tour haben wir gelernt, dass der Wasserspiegel seit der Eröffnung um 30 Meter gefallen ist und nur noch 45% des einstigen Inhalts vorhanden sind.

Beim Anlegen weist uns die Kapitänin darauf hin, dass wir in 1,5 Stunden wieder an Bord sein müssen, da sich jeder nur diese Zeit hier aufhalten darf. So wollen es die Navajos, da die Rainbowbridge ein Heiligtum der Navajo-Indianer ist. Auch ist das Besteigen und Durchqueren der Brücke sowie das Verlassen der Wege nicht gestattet. Mit diesem Wissen entlässt Sie uns auf den langen Hike.

Wir erreichen die Bridge und sind erst einmal beeindruckt. So groß haben wir sie uns nicht vorgestellt.

Die Passagiere verteilen sich und ich fange an Fotos zu machen. Derweil setzt sich Jeannette an den Rand und betrachtet das Treiben und die Brücke. Als ich fertig bin, gehe ich zu ihr und sehe, dass sie tief beeindruckt ist. An diesem Ort herrscht eine ganz besondere Stimmung. Ich empfinde genauso, auch ich bin tief beeindruckt und überwältigt von diesem Ort. Kein Wunder, das die Navajo-Indianer dies als ein Heiligtum ansehen.

Rainbow Bridge National Monument

Auf dem Rückweg treffen wir einen Ranger. Als wir über das gestrige Wetter reden, erzählt er uns, dass es gestern hier geschneit hat und auf der Brücke der Schnee liegengeblieben ist. Ein besonderer Anblick. Wir verabschieden uns und gehen zurück zum Schiff.

Auf der Rückfahrt halten wir noch an der Dangling Rope Marina. Diese ist nur vom Wasser aus erreichbar.

Lake Powell | Dangling Rope Marina

Kurz vor dem Anlegen, erzählt die Kapitänin, dass das Softeis an der Snackbar weltberühmt ist. Das klingt gut. An der Snackbar muss jetzt die Entscheidung fallen, ob ein oder zwei Eis, Vanille, Schokolade oder Swirl und ob small oder regular. Wir entscheiden uns für je einmal swirl regular für $3.60. Das macht zusammen $5. Scheinbar hat die Verkäuferin beim kleinen Einmaleins nicht so ganz richtig zugehört oder war im Mathematikunterricht ständig Kreide holen. Egal.

Dangling Rope Marina | Jeannette erwartet auf die Herausgabe des Eises

Es ist nicht immer von Vorteil, der/die Erste in der Reihe zu sein. Als unser Eis kommt (regular ist ungefähr 0,5 Liter), sind wir über die Größe doch etwas entsetzt. Ich schaffe mein Eis noch an Land, Jeannette muss ihr Eis mit auf das Schiff nehmen.

Auf der restlichen Fahrt mache ich kaum noch Bilder, da das Schiff jetzt extrem wackelt. Macht aber nichts, ich habe bereits über 650 Fotos gemacht. Konnte mich beim Fotografieren wieder einmal nicht zurückhalten.

Nach dem Anlegen geht es erst mal steil bergauf bis zu unserem Auto. Picknick streichen wir, da wir beide noch pappsatt vom Eis sind. Wir fahren direkt zum Waterhole Canyon, ein weiterer Slot-Canyon, für den wir am ersten Tag die Permits besorgt haben. Auch hier haben wir wieder eine kryptische Beschreibung erhalten: Am Milemarker 442 ist der Parkplatz, falls das Tor zu ist, ist rechts ein Fussgängereingang, dann kurz geradeaus und dann runter zum Canyon, den sie bis zu den Strommasten entlanglaufen dürfen. Wahrscheinlich ist das die alte indianische Tradition des Fährtenlesens.

Auf dem Weg zum Milemarker passieren wir einen Walmart, den wir schon mal für den Rückweg vormerken. Wir wollen ja schließlich noch nach einer Gusseisenpfanne gucken. Den Parkplatz finden wir auch, das Tor ist aber zu, der Eingang daneben sieht aus, wie etwas das wir von Kuhweiden in Südtirol kennen, so schmal und dreieckig. Wir schlängeln uns durch und folgen den Fusspuren. Es geht extrem steil und steinig abwärts, eine ziemliche Kletterpartie. Unten sind wir, wie wir wieder hoch kommen wissen wir noch nicht.

Waterhole Canyon

Wenn wir diesen Canyon als erstes besucht hätten, wären wir ziemlich beeindruckt, so fällt er gegen die beiden Antelope Canyons etwas ab, aber nach der langen Schiffsfahrt tut uns die Bewegung gut und die Wanderung ist doch fordernd. Das letzte Drittel erreicht man nur über eine wacklige Leiter, die ca. 6 m hoch ist. Jeannettes Nerven sind ziemlich angespannt, zumal sie den Weg auch wieder zurück muss.

Waterhole Canyon | Angespannte Jeannette beim Erklimmen der Leiter

Als die Stromleitungen in Sicht kommen, drehen wir um, die Leiter wieder runter und den gleichen Weg zurück, den wir gekommen sind. Inzwischen steht die Sonne etwas tiefer und der Canyon belohnt uns doch noch mit tollen Einblicken. Kurz bevor wir wieder hoch müssen, entdecken wir zwei andere Menschen über uns. Wir fragen, wie sie da hingekommen sind. Einfach den Markierungen in der Form von Stoananen Mandln folgen, lautet die Antwort. Machen wir glatt, damit ist der Aufstieg dann doch um einiges leichter, als der Abstieg. Wir sehen noch ein Wildkaninchen und erreichen wohlbehalten unser Auto.

Auf dem Weg zum Hotel halten wir am Walmart. Sie haben tatsächlich die gesuchte Pfannenmarke, leider nicht die gewünschte Größe. Also erst mal nach Hause und duschen, denn wir fühlen uns extrem sandig und wollen doch heute Abend noch einen Abschiedsburger im Butterfield essen. Der ist auch sehr lecker, wir können nur leider nicht draußen sitzen, da es extrem windig ist. Anschließend fallen wir ins Bett, der Tag war doch recht anstrengend, vor allem müssen wir die Eindrücke von der Rainbowbridge verarbeiten.