So, da wir irgendwie hinterherhinken gibt es heute gleich einen Bericht für zwei Tage. Las Vegas hat uns mehr beschäftigt als erwartet.

Am Mittwoch schlafen wir erst mal aus (bis um 7:00). Dann gibt es ein leckeres selbst gemachtes Frühstück von richtigen Tellern und fast müllfrei. Anschließend wollen wir zum Hoover Staudamm fahren und auch dort eine Besichtigungstour machen. Leider kann man die nicht vorab buchen und auch über die jeweiligen Tour-Zeiten gibt die Web-Site nur spärlich Auskunft. Also erst mal hin, Auto geparkt und zum Visitor-Center. Das kann man nur nach vorheriger Sicherheitskontrolle betreten, erst dahinter kann man die Eintrittskarten erstehen. Es wird auch überall auf Schildern vor eventueller Spionage gewarnt. Die erinnern mich doch stark an die alten Spion und Spion-Cartoons aus den MAD-Heften.

Hoover Dam | Spion & Spion

Es gibt zwei verschiedene Touren: Eine lange mit zwei zusätzlichen Stops auf dem Damm und eine kurze durch das Kraftwerk. Eigentlich wollen wir die lange Tour machen, aber da beginnt die nächste erst in zwei Stunden. Also, dann doch die kurze. Erst einmal gibt es einen Film. Der ist sehr heroisch und hätte in Teilen auch von Leni Riefenstahl gedreht worden sein können. Es gibt keinerlei kritische Reflektion. Aber das sind wir ja mittlerweile gewohnt. Der Guide hält sich für einen Komiker und für Muttersprachler scheint er das auch tatsächlich zu sein. Uns erschließt sich leider nur die Hälfte der Witze, dafür kommt die Information etwas kurz. Auch ist die Gruppe mit ca. 60 Teilnehmern sehr groß. Das Kraftwerk selbst ist sehr beeindruckend. Die Tour am Glen Dam hat uns allerdings bedeutend besser gefallen.

Wir laufen dann noch einmal über die Staumauer und auch hier gibt es sehr heroische Kunstwerke. Die sind wahrscheinlich wirklich der Entstehungszeit in den Dreißigerjahren geschuldet.

Hoover Dam | Eine der Winged Figures of the Republic

Zurück im Hotel gibt es erst mal einen leckeren Salat und wir packen uns an den Pool auf dem Dach. Jeannette hat die ersten Kirschen dieses Jahres erstanden und lässt sie sich in der Sonne schmecken. Dann ab unter die Dusche und zum Highlight des Tages angezogen: Es geht zur Neon Museum Night Tour. Hier werden ausgemusterte Neon Schilder gesammelt und zum Teil auch wieder beleuchtet und zum Leben erweckt. Der Silver-Slipper auf dem Mittelstreifen weist uns den Weg.

Las Vegas | Silver-Slipper am Neon Museum

Es ist eine geführte Tour, die eigentlich nur eine Dreiviertelstunde dauern soll. Es werden dann knapp anderthalb. Der Tourguide hier ist so begeistert und hat zu den meisten Schildern eine tatsächlich spannende Geschichte zu erzählen. Das war richtig toll und ist sehr zu empfehlen, da auch gleich ein bisschen Las-Vegas-Historie vermittelt wird.

Las Vegas | Eingang zum Neon Museum
Las Vegas | Billardspieler im Neon Museum
Las Vegas | Dirk fotografiert im Neon Museum
Las Vegas | Leuchtschild Motel im Neon Museum
Las Vegas | Leuchtschild Stardust im Neon Museum

Danach gibt’s noch einen Burger und ein Eis im New York-New York in der Burger Bar Shake Shack und ein bisschen Las-Vegas-Strip-Feeling bevor wir uns ermattet ins Bett packen.

Am nächsten Morgen dann wieder ein gutes Frühstück und dann wollen wir ins Valley of Fire. Dies ist der älteste State-Park überhaupt und liegt mitten im Indianer-Reservat. Hier ist es schon richtig warm. Wir gucken deshalb auch nur die Sehenswürdigkeiten an, die ohne längere Wanderung erreichbar sind. Es gibt einen großen Stein mit den inzwischen bekannten Petroglyphgen, einen Arch und viele weitere seltsam geformte Felsen. Ein netter Park, wenn man allerdings wenig Zeit hat sicher kein unbedingtes Muss.

Valley of Fire | Arch Rock

Dann geht es weiter ins Premium-Outlet North (waren ja bisher nur im Süd). Die Überraschung ist, dass es keine Mall ist, sondern so ein Outdoor-Dorf, wie Zweibrücken. Dafür ist es doch relativ warm und der ständige Klimawechsel von sehr heiß draußen und Kühlschranktemperaturen in den Läden hebt unsere Shopping-Laune nicht gerade. Jeannette entdeckt allerdings bei American Eagle einen Concho-Belt. Kein echtes Silber und auch nicht handgearbeitet, aber die Form der Conchos ist so, wie sie sie haben wollte und er ist mehr als bezahlbar. Der Abstecher hat sich also doch gelohnt. Es gibt hier auch enorm viele Koffergeschäfte. Andere Menschen haben offensichtlich weitaus mehr Kauflust als wir.

Danach gehen wir erst mal in den Supermarkt, denn wir brauchen dringend Wasser. Morgen geht’s ins Death Valley. Fünf Gallonen sollten reichen. Dann sind wir ziemlich erschöpft und machen uns im Hotel erst mal was zu essen, bevor es noch mal auf den Strip geht. Wir müssen schließlich noch Alexandras Mitbringsel erstehen und wollen auch noch ein bisschen Atmosphäre schnuppern. Spätnachmittags ist es in den Malls der jeweiligen Hotels recht leer, die Casinos sind trotzdem voll. Man verliert tatsächlich jedes Zeitgefühl. Die Casino-Hotels sind riesengroß und sehr phantasievoll bis kitschig dekoriert. Die Grenzen sind da fließend.

Las Vegas | Lobby im Ceasars Palace
Las Vegas | Forum Shops im Ceasars Palace
Las Vegas | Casino im Ceasars Palace

Dann zurück ins Hotel und für morgen gepackt. Gewaschen und getrocknet ist alles (Auch die Schaf-Sachen), das war echt stressfrei. Morgen wird’s dann wahrscheinlich Kontrastprogramm, vor allem was das Hotel betrifft.

Wir, das sind Jeannette & Dirk, leben und arbeiten in Berlin. Wir reisen gerne und halten dies auch im Foto fest. In diesem Blog möchten wir euch an unseren Reisen teilhaben lassen. Wir sind keine Backpacker, sondern lieben es in schönen Hotels und Pensionen zu wohnen.

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So, da wir irgendwie hinterherhinken gibt es heute gleich einen Bericht für zwei Tage. Las Vegas hat uns mehr beschäftigt als erwartet.

Am Mittwoch schlafen wir erst mal aus (bis um 7:00). Dann gibt es ein leckeres selbst gemachtes Frühstück von richtigen Tellern und fast müllfrei. Anschließend wollen wir zum Hoover Staudamm fahren und auch dort eine Besichtigungstour machen. Leider kann man die nicht vorab buchen und auch über die jeweiligen Tour-Zeiten gibt die Web-Site nur spärlich Auskunft. Also erst mal hin, Auto geparkt und zum Visitor-Center. Das kann man nur nach vorheriger Sicherheitskontrolle betreten, erst dahinter kann man die Eintrittskarten erstehen. Es wird auch überall auf Schildern vor eventueller Spionage gewarnt. Die erinnern mich doch stark an die alten Spion und Spion-Cartoons aus den MAD-Heften.

Hoover Dam | Spion & Spion

Es gibt zwei verschiedene Touren: Eine lange mit zwei zusätzlichen Stops auf dem Damm und eine kurze durch das Kraftwerk. Eigentlich wollen wir die lange Tour machen, aber da beginnt die nächste erst in zwei Stunden. Also, dann doch die kurze. Erst einmal gibt es einen Film. Der ist sehr heroisch und hätte in Teilen auch von Leni Riefenstahl gedreht worden sein können. Es gibt keinerlei kritische Reflektion. Aber das sind wir ja mittlerweile gewohnt. Der Guide hält sich für einen Komiker und für Muttersprachler scheint er das auch tatsächlich zu sein. Uns erschließt sich leider nur die Hälfte der Witze, dafür kommt die Information etwas kurz. Auch ist die Gruppe mit ca. 60 Teilnehmern sehr groß. Das Kraftwerk selbst ist sehr beeindruckend. Die Tour am Glen Dam hat uns allerdings bedeutend besser gefallen.

Wir laufen dann noch einmal über die Staumauer und auch hier gibt es sehr heroische Kunstwerke. Die sind wahrscheinlich wirklich der Entstehungszeit in den Dreißigerjahren geschuldet.

Hoover Dam | Eine der Winged Figures of the Republic

Zurück im Hotel gibt es erst mal einen leckeren Salat und wir packen uns an den Pool auf dem Dach. Jeannette hat die ersten Kirschen dieses Jahres erstanden und lässt sie sich in der Sonne schmecken. Dann ab unter die Dusche und zum Highlight des Tages angezogen: Es geht zur Neon Museum Night Tour. Hier werden ausgemusterte Neon Schilder gesammelt und zum Teil auch wieder beleuchtet und zum Leben erweckt. Der Silver-Slipper auf dem Mittelstreifen weist uns den Weg.

Las Vegas | Silver-Slipper am Neon Museum

Es ist eine geführte Tour, die eigentlich nur eine Dreiviertelstunde dauern soll. Es werden dann knapp anderthalb. Der Tourguide hier ist so begeistert und hat zu den meisten Schildern eine tatsächlich spannende Geschichte zu erzählen. Das war richtig toll und ist sehr zu empfehlen, da auch gleich ein bisschen Las-Vegas-Historie vermittelt wird.

Las Vegas | Eingang zum Neon Museum
Las Vegas | Billardspieler im Neon Museum
Las Vegas | Dirk fotografiert im Neon Museum
Las Vegas | Leuchtschild Motel im Neon Museum
Las Vegas | Leuchtschild Stardust im Neon Museum

Danach gibt’s noch einen Burger und ein Eis im New York-New York in der Burger Bar Shake Shack und ein bisschen Las-Vegas-Strip-Feeling bevor wir uns ermattet ins Bett packen.

Am nächsten Morgen dann wieder ein gutes Frühstück und dann wollen wir ins Valley of Fire. Dies ist der älteste State-Park überhaupt und liegt mitten im Indianer-Reservat. Hier ist es schon richtig warm. Wir gucken deshalb auch nur die Sehenswürdigkeiten an, die ohne längere Wanderung erreichbar sind. Es gibt einen großen Stein mit den inzwischen bekannten Petroglyphgen, einen Arch und viele weitere seltsam geformte Felsen. Ein netter Park, wenn man allerdings wenig Zeit hat sicher kein unbedingtes Muss.

Valley of Fire | Arch Rock

Dann geht es weiter ins Premium-Outlet North (waren ja bisher nur im Süd). Die Überraschung ist, dass es keine Mall ist, sondern so ein Outdoor-Dorf, wie Zweibrücken. Dafür ist es doch relativ warm und der ständige Klimawechsel von sehr heiß draußen und Kühlschranktemperaturen in den Läden hebt unsere Shopping-Laune nicht gerade. Jeannette entdeckt allerdings bei American Eagle einen Concho-Belt. Kein echtes Silber und auch nicht handgearbeitet, aber die Form der Conchos ist so, wie sie sie haben wollte und er ist mehr als bezahlbar. Der Abstecher hat sich also doch gelohnt. Es gibt hier auch enorm viele Koffergeschäfte. Andere Menschen haben offensichtlich weitaus mehr Kauflust als wir.

Danach gehen wir erst mal in den Supermarkt, denn wir brauchen dringend Wasser. Morgen geht’s ins Death Valley. Fünf Gallonen sollten reichen. Dann sind wir ziemlich erschöpft und machen uns im Hotel erst mal was zu essen, bevor es noch mal auf den Strip geht. Wir müssen schließlich noch Alexandras Mitbringsel erstehen und wollen auch noch ein bisschen Atmosphäre schnuppern. Spätnachmittags ist es in den Malls der jeweiligen Hotels recht leer, die Casinos sind trotzdem voll. Man verliert tatsächlich jedes Zeitgefühl. Die Casino-Hotels sind riesengroß und sehr phantasievoll bis kitschig dekoriert. Die Grenzen sind da fließend.

Las Vegas | Lobby im Ceasars Palace
Las Vegas | Forum Shops im Ceasars Palace
Las Vegas | Casino im Ceasars Palace

Dann zurück ins Hotel und für morgen gepackt. Gewaschen und getrocknet ist alles (Auch die Schaf-Sachen), das war echt stressfrei. Morgen wird’s dann wahrscheinlich Kontrastprogramm, vor allem was das Hotel betrifft.