Reise  •  Wandern | Glacier NP  •  Nationalpark  •  GPS

Unser heutiges Frühstück ist wieder ein Highlight der negativen Art. Hier herrscht eine ähnliche Atmosphäre wie im Casino-Restaurant. Wird vermutlich derselbe Besitzer sein.

Browning | Frühstücksbuffet

Auf dem Weg nach Saint Mary über die tolle Seitenstraße beschließen wir, noch einen Anlauf für Many Glacier zu wagen. Da wir ja schon sehr früh unterwegs sind, keimt bei uns die Hoffnung, dass der Eingang noch nicht gesperrt ist.

Bei der Abzweigung zum Park steht am Schild kein Hinweis, dass der Park bereits wegen Überfüllung geschlossen ist. Also geht es frohen Mutes weiter.

Übermütig halte ich an einem Aussichtspunkt an und mache noch ein Foto vom Lake Sherburn. Zu dieser frühen Morgenstunde ist der See noch spiegelglatt, so dass sich der Wynn Mountain schön spiegelt.

Glacier NP | Lake Sherburne

Als ich die Fotos mache, fahren mehrere Autos an uns vorbei. Hoffentlich war dies kein Fehler. Weiter geht die Fahrt zum Einlass.

Im Kassenhäuschen sitzt noch kein Ranger, der kommt erst um 8:00 Uhr. Auch gut, kann uns niemand an der Einfahrt hindern. Ich schnappe mir noch schnell einen Parkplan, die in einem Kasten am Häuschen liegen.

Bei der Weiterfahrt studiert Schatzi den Parkplan und sucht uns eine kurze Wanderung heraus. Es soll zu den Apikuni Falls gehen. Auf dem Parkplatz vor dem Trail sind tatsächlich auch noch einige Parkplätze frei.

Also auf zur Wanderung. Sie ist nur 3,5 Kilometer lang. Also nicht tagesfüllend, wir wollen ja noch die Going-to-the-Sun Road im anderen Teil des Parks fahren. Natürlich nehme ich wieder das Bärenspray mit.

Kurz vor dem Fall kommt uns ein älteres Pärchen entgegen. Sie erzählen, dass der Wasserfall ganz toll ist und wir vorsichtig sein und nach Bären Ausschau halten sollen. Wir bewegen uns nämlich an der Grenze zum gesperrten Bereich. In diesem sind viele Grizzlybären gesichtet worden und zum Schutz von Mensch und Tier wurde dieser für Wanderungen gesperrt.

Wir (vor allem Schatzi) laufen mit gemischten Gefühlen weiter. Einen Bären möchte ich schon sehen, aber nicht 10 Meter vor mir.

Ohne Bärensichtung kommen wir am Wasserfall an. Ich gebe aus Vorsicht Jeannette das Bärenspray, dann kann sie uns gut bewachen. Ich fotografiere den Wasserfall und wir machen uns auf den Rückweg.

Glacier NP | Apikuni Falls

Kurz vor dem Parkplatz mache ich noch ein Foto von den gegenüberliegenden Bergen.

Glacier NP | Blick auf Apikuni Mountain

Jetzt fahren wir bis zum Ende des Parks. Um diese Uhrzeit ist der Parkplatz schon voll belegt. Da hier nur Wanderwege abgehen, ist die Chance, dass ein Auto wegfährt sehr gering. Ist aber nicht so schlimm, wir haben ja noch eine weite Fahrt vor uns. Bei der Ausfahrt steht das Schild, dass der acess restricted ist wieder da, kann uns aber egal sein, wir haben ja gesehen, was wir wollten.

Am Eingang in Saint Mary gibt es nur einen kurzen Stau. Es gibt hier mehrere Spuren, darunter eine für Inhaber des U.S. Park Pass. Sehr freundlich, das verkürzt unsere Wartezeit enorm. Der erste Teil der Going-to-the-Sun Road führt die ganze Zeit am Saint Mary Lake vorbei. Am Wild Goose Island Outlook legen wir einen Fotostop ein. Wirklich ein schönes Fleckchen Erde.

Glacier NP | Blick auf Saint Mary Lake

Der nächste Halt ist der Going To The Sun Point. Hier machen wir unser Picknick. Es sind noch einige Park- und Picknickplätze frei. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen und essen in Ruhe unsere Sandwiches und trinken den frisch gebrühten Kaffee.

Glacier NP | Jeannette beim Picknick

Der Parkplatz füllt sich zusehens, so dass es bald keine freien Parkplätze mehr gibt. Weil wir einen so tollen Parkplatz haben, diesen aber nicht veräußern können, beschließen wir, eine zweite Wanderung an diesem Tag zu machen.

Wir wollen das tapfere Schneiderlein machen. Zwar sollen es nicht sieben aber immerhein drei Wasserfälle mit einer Wanderung werden. Wir gehen den Three Falls Trail. Auf dem Schild am Beginn der Wanderung steht eine Entfernung von 5.6 Meilen, in der Wanderkarte stehen 7 Meilen. Wir vermuten, dass die Wanderkarte recht hat. Also machen wir uns auf und laufen diesen Trail. Bis zu den Baring Falls verläuft er oberhalb des Saint Mary Lake.

Glacier NP | Baring Falls

Auf dem weiteren Weg zu den St. Mary Falls führt der Weg direkt an der See heran, so dass ich hier ein schönes Foto machen kann.

Glacier NP | Blick auf Little Chief Mountain

Der nächste Wasserfall auf der Liste ist der St. Mary Falls. Auch hier finde ich eine schöne Stelle, wo mich keiner behindert. Allerdings setzen sich immer wieder Leute direkt an den Wasserfall. Was denken sie sich dabei: Dass jeder der ein Foto vom Wasserfall macht ihn auch mit auf dem Bild haben möchte? Das glaube ich nicht, Tim. Mit etwas Warten ist dieses Problem aber meistens zu lösen, trotzdem…

Glacier NP | St Mary Falls

Bis zum letzten Fall, dem Virgina Falls sind es dann auch nur noch 0.8 Meilen. Hier ist es schon deutlich leerer, die meisten gehen nur bis zu den St. Mary Falls, da hier noch ein weiterer Parkplatz ist.

Glacier NP | Virginia Falls

Der Rückweg geht natürlich viel viel schneller, geht ja auch bergabwärts. Die Entfernung lag laut meiner Uhr genau zwischen den beiden unterschiedlichen Angaben. Naja, jetzt haben wir drei mögliche Entfernungen.

Leicht ermattet geht es nun wieder mit dem Auto weiter. Unser Hotel (nein Lodge) liegt auf der Westseite des Parks. Auf der Going-to-the-Sun Road ist das Highlight The Loop. Dies ist eine ganz normale Kehre, wie sie in den Alpen sehr oft vorkommt. Für Amerikaner ist dies etwas Besonderes, so enge Straßen (als Vergleich sei wieder die Alpenstraßenbreite genannt) kennen sie einfach nicht. Die Highways und Freeways sind alle extrem breit und gehen im Normalfall schnurgeradeaus.

Anyway, am Visitorcenter wollen wir noch einen Halt einlegen, keine Chance, der Parkplatz ist total belegt. Egal, also weiter zum Hotel. Wir haben ja noch einen zweiten Tag und können dann ganz früh hier sein.

Den Rest des Weges geht es also im gemütlichem Tempo voran. Die Amerikaner bremsen aber auch vor jeder Kurve, obwohl das Tempo schon nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit ist. Alle Buchten der Aussichtspunkte sind total überfüllt, an Anhalten können wir gar nicht denken. Wie bereits erwähnt, wir haben noch einen zweiten Tag.

In der Lodge angekommen suchen wir erst einmal einen Ansprechpartner. Die Rezeption total verlassen, niemand zu sehen. Nach zehn Minuten taucht endlich eine Frau auf und gibt uns den Schlüssel. Das Hotelrestaurant ist zur Zeit Out of order, Im Ort gibt es einen Burgerladen, ansonsten in 15 Meilen kommen noch einige bessere Gaststätten. So weit wollten wir heute nicht mehr fahren.

Unser Zimmer in der Lodge hat natürlich keinen Fernseher und kein Frühstück, war in der ersten Lodge schon so, dafür aber erträglich schnelles Internet. Lodge ist die hier die Abkürzung für: Teuer ab kaum Leistung. Zimmer ist aber sehr groß und gemütlich.

Also auf zum Burger-Laden. Draußen stehen Tische, serviert wird aber im Laden bei gefühlten 18 °C. Draußen speisen ist nur möglich, wenn man das Essen als Takeaway bestellt und dann draußen auspackt. Gesagt - getan. Der Burger geht in die Richtung «schlechtester Burger der Reise».

So gesättigt geht es zur Lodge schlafen.

Höhenprofil

Wir, das sind Jeannette & Dirk, leben und arbeiten in Berlin. Wir reisen gerne und halten dies auch im Foto fest. In diesem Blog möchten wir euch an unseren Reisen teilhaben lassen. Wir sind keine Backpacker, sondern lieben es in schönen Hotels und Pensionen zu wohnen.

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Unser heutiges Frühstück ist wieder ein Highlight der negativen Art. Hier herrscht eine ähnliche Atmosphäre wie im Casino-Restaurant. Wird vermutlich derselbe Besitzer sein.

Browning | Frühstücksbuffet

Auf dem Weg nach Saint Mary über die tolle Seitenstraße beschließen wir, noch einen Anlauf für Many Glacier zu wagen. Da wir ja schon sehr früh unterwegs sind, keimt bei uns die Hoffnung, dass der Eingang noch nicht gesperrt ist.

Bei der Abzweigung zum Park steht am Schild kein Hinweis, dass der Park bereits wegen Überfüllung geschlossen ist. Also geht es frohen Mutes weiter.

Übermütig halte ich an einem Aussichtspunkt an und mache noch ein Foto vom Lake Sherburn. Zu dieser frühen Morgenstunde ist der See noch spiegelglatt, so dass sich der Wynn Mountain schön spiegelt.

Glacier NP | Lake Sherburne

Als ich die Fotos mache, fahren mehrere Autos an uns vorbei. Hoffentlich war dies kein Fehler. Weiter geht die Fahrt zum Einlass.

Im Kassenhäuschen sitzt noch kein Ranger, der kommt erst um 8:00 Uhr. Auch gut, kann uns niemand an der Einfahrt hindern. Ich schnappe mir noch schnell einen Parkplan, die in einem Kasten am Häuschen liegen.

Bei der Weiterfahrt studiert Schatzi den Parkplan und sucht uns eine kurze Wanderung heraus. Es soll zu den Apikuni Falls gehen. Auf dem Parkplatz vor dem Trail sind tatsächlich auch noch einige Parkplätze frei.

Also auf zur Wanderung. Sie ist nur 3,5 Kilometer lang. Also nicht tagesfüllend, wir wollen ja noch die Going-to-the-Sun Road im anderen Teil des Parks fahren. Natürlich nehme ich wieder das Bärenspray mit.

Kurz vor dem Fall kommt uns ein älteres Pärchen entgegen. Sie erzählen, dass der Wasserfall ganz toll ist und wir vorsichtig sein und nach Bären Ausschau halten sollen. Wir bewegen uns nämlich an der Grenze zum gesperrten Bereich. In diesem sind viele Grizzlybären gesichtet worden und zum Schutz von Mensch und Tier wurde dieser für Wanderungen gesperrt.

Wir (vor allem Schatzi) laufen mit gemischten Gefühlen weiter. Einen Bären möchte ich schon sehen, aber nicht 10 Meter vor mir.

Ohne Bärensichtung kommen wir am Wasserfall an. Ich gebe aus Vorsicht Jeannette das Bärenspray, dann kann sie uns gut bewachen. Ich fotografiere den Wasserfall und wir machen uns auf den Rückweg.

Glacier NP | Apikuni Falls

Kurz vor dem Parkplatz mache ich noch ein Foto von den gegenüberliegenden Bergen.

Glacier NP | Blick auf Apikuni Mountain

Jetzt fahren wir bis zum Ende des Parks. Um diese Uhrzeit ist der Parkplatz schon voll belegt. Da hier nur Wanderwege abgehen, ist die Chance, dass ein Auto wegfährt sehr gering. Ist aber nicht so schlimm, wir haben ja noch eine weite Fahrt vor uns. Bei der Ausfahrt steht das Schild, dass der acess restricted ist wieder da, kann uns aber egal sein, wir haben ja gesehen, was wir wollten.

Am Eingang in Saint Mary gibt es nur einen kurzen Stau. Es gibt hier mehrere Spuren, darunter eine für Inhaber des U.S. Park Pass. Sehr freundlich, das verkürzt unsere Wartezeit enorm. Der erste Teil der Going-to-the-Sun Road führt die ganze Zeit am Saint Mary Lake vorbei. Am Wild Goose Island Outlook legen wir einen Fotostop ein. Wirklich ein schönes Fleckchen Erde.

Glacier NP | Blick auf Saint Mary Lake

Der nächste Halt ist der Going To The Sun Point. Hier machen wir unser Picknick. Es sind noch einige Park- und Picknickplätze frei. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen und essen in Ruhe unsere Sandwiches und trinken den frisch gebrühten Kaffee.

Glacier NP | Jeannette beim Picknick

Der Parkplatz füllt sich zusehens, so dass es bald keine freien Parkplätze mehr gibt. Weil wir einen so tollen Parkplatz haben, diesen aber nicht veräußern können, beschließen wir, eine zweite Wanderung an diesem Tag zu machen.

Wir wollen das tapfere Schneiderlein machen. Zwar sollen es nicht sieben aber immerhein drei Wasserfälle mit einer Wanderung werden. Wir gehen den Three Falls Trail. Auf dem Schild am Beginn der Wanderung steht eine Entfernung von 5.6 Meilen, in der Wanderkarte stehen 7 Meilen. Wir vermuten, dass die Wanderkarte recht hat. Also machen wir uns auf und laufen diesen Trail. Bis zu den Baring Falls verläuft er oberhalb des Saint Mary Lake.

Glacier NP | Baring Falls

Auf dem weiteren Weg zu den St. Mary Falls führt der Weg direkt an der See heran, so dass ich hier ein schönes Foto machen kann.

Glacier NP | Blick auf Little Chief Mountain

Der nächste Wasserfall auf der Liste ist der St. Mary Falls. Auch hier finde ich eine schöne Stelle, wo mich keiner behindert. Allerdings setzen sich immer wieder Leute direkt an den Wasserfall. Was denken sie sich dabei: Dass jeder der ein Foto vom Wasserfall macht ihn auch mit auf dem Bild haben möchte? Das glaube ich nicht, Tim. Mit etwas Warten ist dieses Problem aber meistens zu lösen, trotzdem…

Glacier NP | St Mary Falls

Bis zum letzten Fall, dem Virgina Falls sind es dann auch nur noch 0.8 Meilen. Hier ist es schon deutlich leerer, die meisten gehen nur bis zu den St. Mary Falls, da hier noch ein weiterer Parkplatz ist.

Glacier NP | Virginia Falls

Der Rückweg geht natürlich viel viel schneller, geht ja auch bergabwärts. Die Entfernung lag laut meiner Uhr genau zwischen den beiden unterschiedlichen Angaben. Naja, jetzt haben wir drei mögliche Entfernungen.

Leicht ermattet geht es nun wieder mit dem Auto weiter. Unser Hotel (nein Lodge) liegt auf der Westseite des Parks. Auf der Going-to-the-Sun Road ist das Highlight The Loop. Dies ist eine ganz normale Kehre, wie sie in den Alpen sehr oft vorkommt. Für Amerikaner ist dies etwas Besonderes, so enge Straßen (als Vergleich sei wieder die Alpenstraßenbreite genannt) kennen sie einfach nicht. Die Highways und Freeways sind alle extrem breit und gehen im Normalfall schnurgeradeaus.

Anyway, am Visitorcenter wollen wir noch einen Halt einlegen, keine Chance, der Parkplatz ist total belegt. Egal, also weiter zum Hotel. Wir haben ja noch einen zweiten Tag und können dann ganz früh hier sein.

Den Rest des Weges geht es also im gemütlichem Tempo voran. Die Amerikaner bremsen aber auch vor jeder Kurve, obwohl das Tempo schon nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit ist. Alle Buchten der Aussichtspunkte sind total überfüllt, an Anhalten können wir gar nicht denken. Wie bereits erwähnt, wir haben noch einen zweiten Tag.

In der Lodge angekommen suchen wir erst einmal einen Ansprechpartner. Die Rezeption total verlassen, niemand zu sehen. Nach zehn Minuten taucht endlich eine Frau auf und gibt uns den Schlüssel. Das Hotelrestaurant ist zur Zeit Out of order, Im Ort gibt es einen Burgerladen, ansonsten in 15 Meilen kommen noch einige bessere Gaststätten. So weit wollten wir heute nicht mehr fahren.

Unser Zimmer in der Lodge hat natürlich keinen Fernseher und kein Frühstück, war in der ersten Lodge schon so, dafür aber erträglich schnelles Internet. Lodge ist die hier die Abkürzung für: Teuer ab kaum Leistung. Zimmer ist aber sehr groß und gemütlich.

Also auf zum Burger-Laden. Draußen stehen Tische, serviert wird aber im Laden bei gefühlten 18 °C. Draußen speisen ist nur möglich, wenn man das Essen als Takeaway bestellt und dann draußen auspackt. Gesagt - getan. Der Burger geht in die Richtung «schlechtester Burger der Reise».

So gesättigt geht es zur Lodge schlafen.

Höhenprofil