Reise | Museum  •  Madrid

Beim Frühstück sitzt hinter/neben uns eine Gruppe von sechs Frauen aus dem Norden Europas. Sie schnattern in einer Tour. Eigentlich müsste der restliche Tag zwischen ihnen schweigsam verlaufen, ihre Worte haben sie jedenfalls bereits am Frühstückstisch verbraucht.

Dagegen sind Karla und ich Angehörige eines Trappistenklosters. jb

Wir verlassen das Hotel und überqueren die Gran Via. Die Bushaltestelle ist genau gegenüber vom Hotel. Die Buslinie 001 fährt direkt bis zum Museo del Prado und ist dazu auch noch kostenlos. Der Busfahrer besteht darauf, dass alle einen Fahrschein ziehen. Der Grund erschließt sich uns nicht, wird aber bestimmt eine tiefere Bedeutung haben.

Wir laufen einige Meter bis zum Eingang, sind natürlich wie immer zu früh. Das Zeitfenster auf dem Ticket interessiert aber keinen. Wir holen unsere Audioguides und das Begleitbuch ab. Dann stürzen wir uns in das Getümmel. Im gesamten Museum ist das Fotografieren verboten.

Im Audioguide ist eine Reihenfolge abgelegt, die wir erst einmal befolgen. Wir laufen durch die verschiedenen Räume und hören uns die Erklärungen zu den Bildern an. Vor dem Triptychon Der Garten der Lüste von Hieronymus Bosch verweilen wir am längsten.

Das Bild ist eine regelrechte visuelle Achterbahnfahrt, die uns von der paradiesischen Ruhe über die sündhaft-vergnüglichen Szenen im Garten bis hin in die albtraumhafte, höllische Endstation entführt. Die vielen bizarren Details, die sich dort verbergen, von seltsamen Mischwesen über überdimensionale Vögel und phantasievolle bunte Fabelwesen nehmen uns sofort gefangen. Je länger man drauf schaut, desto mehr Details kann man entdecken. Was uns besonders fasziniert ist, dass die skurillen Figuren so unglaublich modern wirken. Der Audioguide hilft dabei, die Szenerie einzuordnen und zu verstehen.

Es folgen noch viele weitere Bilder, bis unsere Aufnahmefähigkeit erschöpft ist. Wir verlassen das Museum und fahren zurück zum Hotel. Wir sind uneinig, ob uns der Prado oder die Uffizien besser gefallen haben. Ich bin Team Uffizien, Schatzi war heute von den Werken mehr angetan.

Nach kurzer Pause laufen wir zum Kaufhaus El Corte Inglés. Hier wollen wir eine Gaskartusche für unseren Kaffeekocher erwerben. Nach Madrid geht es aufs Land, da brauchen wir dann Mittags unseren Kaffee. Angeblich sollen welche käuflich zu erwerben sein. Wir fahren in den siebten Stock. Hier befindet sich die Baumarktabteilung. Wir fragen die Verkäuferin, die versteht kein Wort und holt einen Kollegen. Der versteht noch weniger, erfasst aber, was wir wollen. Er deutet uns, dass wir ihm folgen sollen. Also fahren wir wieder die sieben Stockwerke mit der Rolltreppe runter. Der freundliche Verkäufer verlässt mit uns das Kaufhaus. Fünf Minuten später stehen wir vor einem anderen El Corte Inglés. Er zeigt die Zahl sechs und verabschiedet sich. Also wieder sechs Stockwerke mit der Rolltreppe nach oben. Hier befindet sich die Sportabteilung. Wieder nach dem Gas gefragt, als Antwort kommt: Eine Etage tiefer. Hier gibt es Outdoor in Hülle und Fülle. Wir fragen erneut: Ein energisches Kopfschütteln. Wir geben es auf. Wir kommen uns wie bei Asterix erobert Rom vor.

Etwas gefrustet laufen wir zurück zum Hotel. Unterwegs probiert Schatzi noch ihre Haarkur (ein spanisches Produkt) in einem Drogeriemarkt zu kaufen. Im ersten Untergeschoss gibt es die Info, im EG gäbe es das Produkt, im EG sagen sie, im Keller sollten wir nachschauen. Es ist heute nicht unser Glückstag.

Am Abend gehen wir wieder zur Bodegas el Maño, hatten gestern ja einen Tisch reservieren lassen. Essen und trinken sind wieder sehr gut.

Madrid | Bodegas el Maño
Madrid | Bodegas el Maño

Morgen wollen wir zu Decathlon laufen, die sollen angeblich Kartuschen haben.

Reise | Museum  •  Madrid

Beim Frühstück sitzt hinter/neben uns eine Gruppe von sechs Frauen aus dem Norden Europas. Sie schnattern in einer Tour. Eigentlich müsste der restliche Tag zwischen ihnen schweigsam verlaufen, ihre Worte haben sie jedenfalls bereits am Frühstückstisch verbraucht.

Dagegen sind Karla und ich Angehörige eines Trappistenklosters. jb

Wir verlassen das Hotel und überqueren die Gran Via. Die Bushaltestelle ist genau gegenüber vom Hotel. Die Buslinie 001 fährt direkt bis zum Museo del Prado und ist dazu auch noch kostenlos. Der Busfahrer besteht darauf, dass alle einen Fahrschein ziehen. Der Grund erschließt sich uns nicht, wird aber bestimmt eine tiefere Bedeutung haben.

Wir laufen einige Meter bis zum Eingang, sind natürlich wie immer zu früh. Das Zeitfenster auf dem Ticket interessiert aber keinen. Wir holen unsere Audioguides und das Begleitbuch ab. Dann stürzen wir uns in das Getümmel. Im gesamten Museum ist das Fotografieren verboten.

Im Audioguide ist eine Reihenfolge abgelegt, die wir erst einmal befolgen. Wir laufen durch die verschiedenen Räume und hören uns die Erklärungen zu den Bildern an. Vor dem Triptychon Der Garten der Lüste von Hieronymus Bosch verweilen wir am längsten.

Das Bild ist eine regelrechte visuelle Achterbahnfahrt, die uns von der paradiesischen Ruhe über die sündhaft-vergnüglichen Szenen im Garten bis hin in die albtraumhafte, höllische Endstation entführt. Die vielen bizarren Details, die sich dort verbergen, von seltsamen Mischwesen über überdimensionale Vögel und phantasievolle bunte Fabelwesen nehmen uns sofort gefangen. Je länger man drauf schaut, desto mehr Details kann man entdecken. Was uns besonders fasziniert ist, dass die skurillen Figuren so unglaublich modern wirken. Der Audioguide hilft dabei, die Szenerie einzuordnen und zu verstehen.

Es folgen noch viele weitere Bilder, bis unsere Aufnahmefähigkeit erschöpft ist. Wir verlassen das Museum und fahren zurück zum Hotel. Wir sind uneinig, ob uns der Prado oder die Uffizien besser gefallen haben. Ich bin Team Uffizien, Schatzi war heute von den Werken mehr angetan.

Nach kurzer Pause laufen wir zum Kaufhaus El Corte Inglés. Hier wollen wir eine Gaskartusche für unseren Kaffeekocher erwerben. Nach Madrid geht es aufs Land, da brauchen wir dann Mittags unseren Kaffee. Angeblich sollen welche käuflich zu erwerben sein. Wir fahren in den siebten Stock. Hier befindet sich die Baumarktabteilung. Wir fragen die Verkäuferin, die versteht kein Wort und holt einen Kollegen. Der versteht noch weniger, erfasst aber, was wir wollen. Er deutet uns, dass wir ihm folgen sollen. Also fahren wir wieder die sieben Stockwerke mit der Rolltreppe runter. Der freundliche Verkäufer verlässt mit uns das Kaufhaus. Fünf Minuten später stehen wir vor einem anderen El Corte Inglés. Er zeigt die Zahl sechs und verabschiedet sich. Also wieder sechs Stockwerke mit der Rolltreppe nach oben. Hier befindet sich die Sportabteilung. Wieder nach dem Gas gefragt, als Antwort kommt: Eine Etage tiefer. Hier gibt es Outdoor in Hülle und Fülle. Wir fragen erneut: Ein energisches Kopfschütteln. Wir geben es auf. Wir kommen uns wie bei Asterix erobert Rom vor.

Etwas gefrustet laufen wir zurück zum Hotel. Unterwegs probiert Schatzi noch ihre Haarkur (ein spanisches Produkt) in einem Drogeriemarkt zu kaufen. Im ersten Untergeschoss gibt es die Info, im EG gäbe es das Produkt, im EG sagen sie, im Keller sollten wir nachschauen. Es ist heute nicht unser Glückstag.

Am Abend gehen wir wieder zur Bodegas el Maño, hatten gestern ja einen Tisch reservieren lassen. Essen und trinken sind wieder sehr gut.

Madrid | Bodegas el Maño
Madrid | Bodegas el Maño

Morgen wollen wir zu Decathlon laufen, die sollen angeblich Kartuschen haben.