Spanien 2026 Tag 22 - Sant Feliu de Guíxols, Tossa de Mar & Lloret de Mar
Heute müssen (wollen) wir, das erste mal auf unserer Reise, unser Frühstück selber zubereiten. Es gibt natürlich Kaffee und Toast mit Avocado und Ei.
Wir laufen zum Auto. Diesmal habe ich mitgezählt. Es sind 88 Treppenstufen vom Zimmer zum Auto. Da ist es wichtig, nichts im Auto oder im Zimmer zu vergessen.
Offen fahren wir zu unserem ersten Ziel, dem nächstgelegenen Ort zum Hapimag: Sant Feliu de Guixols. Wir finden einen großen Parkplatz, der kostenlos ist und Platz für unseren Dino bietet. Lt. Reiseführer soll es eine malerische Altstadt geben. Wir vermuten diese Richtung Hafen, denn Sant Feliu war einmal ein kleiner Fischerort. Nach 150 Metern sehen wir das Wasser und den Yacht-Hafen. Hier hätte es auch Parkplätze gegeben, allerdings kostenpflichtig. Wir betrachten die Boote (sind auch ein paar größere dabei). Direkt am Strand liegt das Nou Casino la Constància mit einer schönen Fassade.
Wir laufen in Richtung Altstadt, die Geschäfte öffnen gerade. Um ihnen etwas Zeit zu geben, ihre Türen richtig zu öffnen, trinken wir einen Kaffee im La Marquesina. Schatzi begutachtet alle Geschäfte, hält aber nichts davon für kaufwürdig. Wir bewundern noch die Auslagen in einer Patisserie, aber heute ist es wieder recht warm und die Produkte würden sicher leiden, wenn wir sie erst einmal drei Stunden im Auto transportieren. Vielleicht kommen wir morgen noch einmal her. Wir gehen zurück zum Auto und fahren über die kurvenreiche Küstenstraße Richtung Tossa de Mar.
Tossa de Mar hat ca. 6500 Einwohner und liegt an der Costa Brava. Sie war die erste Stadt in ganz Spanien, die 1990 zur Anti-Stier-Stadt erklärt wurde. Erste Spuren der Stadt wurden auf das 1. Jahrhundert datiert. In den Sommermonaten sind hier bis zu 60.000 Besucher pro Tag in der Stadt.
Berühmt wurde die Stadt durch den 1951 gedrehten Film Pandora und der fliegende Holländer mit Ava Gardner und James Mason.
Wir finden einen Parkplatz am Ortseingang und laufen als erstes zum Strand Platja Gran. Um diese Jahres- und Uhrzeit ist am Strand nicht besonders viel los. Der Strand ist allerdings nicht sehr groß und wir überlegen uns, wie im Hochsommer alle Urlauber hier wohl Platz finden. Wir laufen durch die Altstadt zur Festung Muralles de Tossa de Mar. Die Festung wurde zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert zur Verteidigung gegen Piraterie erbaut. Auf dem Weg hoch zur Burg haben wir einen schönen Blick auf den Platja Gran.
In der Burg ist die Hölle los. Es ist Samstag und sie scheint ein beliebtes Ausflugsziel zu sein (wir sind ja auch hier). Überall stehen die Menschen und machen Selfies. Richtig fotografiert, auch wenn es mit dem Smartphone ist, wird eigentlich kaum noch. Wichtig ist das eigene Bild mit einem schönen Hintergrund. Hier dauern die Fotosessions leider pro Person sehr lange, so dass sich lange Schlangen bilden, um an ein schönes Selfie zu kommen.
Ich fotografiere in der Església Vella de Sant Vicenç den schönen Durchblick, alle anderen fotografieren sich, wie sie im großen Fenster stehen und auf Tossa de Mar schauen.
Während des Krieges gegen Frankreich nutzten napoleonische Truppen das Gebäude als Pulvermagazin. Eine Explosion beschädigte das Bauwerk. Nach dem Krieg nutzten die Bewohner von Tossa das beschädigte Gebäude als Steinbruch, um Baumaterial für ihre Häuser zu bekommen. Dies war durch die Stadtverwaltung genehmigt.
Heute sind noch die Apsis und Reste einer Seitenkapelle erhalten.
Der nächste Halt ist die Statue von Ava Gardner. Es steht dort gerade eine Gruppe, die einer Leisereiterin zuhört. Natürlich stehen alle direkt um die Statue herum, ein Besichtigen und Fotografieren für alle anderen ist unmöglich. Es dauert fünf Minuten, bis die gesprächige Guide fertig ist
Wir laufen weiter nach oben zum Leuchtturm Cap de Tossa Lighthouse. Auf dem Weg mache ich noch ein Foto von Schatzi.
Das Lokal macht den Eindruck einer Touristenfalle. Die Bewertungen sind sehr gemischt. Wir genießen den Ausblick und laufen dann zurück zum Auto.
Weiter geht es wieder über die Küstenstraße Richtung Lloret de Mar. Zwischendurch gibt es immer wieder Fotostopps mit Blick aufs Meer. In Lloret haben wir uns schon vorab einen Parkplatz ausgeguckt, da wir den Wanderweg Camí de ronda cala banys gehen wollen. Er ist nur sehr kurz, soll aber wunderschön am Wasser gelegen sein. Wir finden den Parkplatz und den Wanderweg, der leider sehr unter den Unwettern der letzten Woche gelitten hat. Ein Teil ist überflutet und die Staute La Dona Marinera ist gar nicht zu erreichen, da ein Teil des Weges abgestürzt ist. Es ist eine Bronzestatue, die die Frauen der Seeleute symbolisiert, die vom Meeresufer aus auf die Ankunft ihrer Ehemänner warteten.
Für heute reicht es und und wir nehmen den kurzen Weg zurück zum Hotel. Unterwegs kaufen wir noch Abendessen für heute und morgen.
Anschließend springen wir kurz in den eiskalten Pool und trocknen dann in der noch warmen Sonne.
Morgen wollen wir die Küstenstraße Richtung Norden fahren, dort ist eine Ausgrabungsstätte.